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PRESSEMITTEILUNG:
23. März 2011
Ausstieg aus der Kernenergie:
Raunheim bestens gerüstet
Die Raunheimer SPD hat seit Jahren auf einen Ausstieg aus der Kernenergie gedrängt, weil die damit verbundenen Probleme nicht in den Griff zu bekommen sind. Umso enttäuschender war der von der schwarz-gelben Bundesregierung erst im Herbst durchgesetzte Rückzug vom Ausstieg.Wenn jetzt tatsächlich die Atomkraft in Deutschland vor dem Ende stehen sollte, dann muss innerhalb kürzester Zeit den regenerativen, Co2-neutralen Energiegewinnungsmöglichkeiten zum Durchbruch verholfen werden.
Raunheim ist hierauf bestens vorbereitet. Der SPD-geführte Magistrat hat bereits vor einem Jahr die Arbeit an einem Konzept begonnen, das den gesamten Strombedarf der Städte Raunheim und Kelsterbach über ein Biomassekraftwerk - vorzugsweise angesiedelt auf dem Möchhofgelände - zu decken in der Lage ist. Darüber hinaus produziert ein solches Kraftwerk Wärme, die den privaten Haushalten wie auch den Gewerbetreibenden in großem Umfang zu geringen Kosten bereit gestellt werden kann.
Die Investition in ein solches Kraftwerk ist bereits zu den gegenwärtigen Bedingungen rentabel. Außerdem ist zu erwarten, dass die Einspeisevergütung für CO2- und atomkraftfrei produzierten Strom nach Abschaltung zahlreicher Kernkraftwerke nochmals deutlich verbessert wird. Nach Auskunft der Stadtverwaltung wird gerade ein Beschlussvorschlag zur flächendeckenden Bereitstellung von Strom und Wärme für Raunheim über ein Biomassekraftwerk erarbeitet und der Stadtverordnetenversammlung in Kürze vorgelegt.
Das Biomassekraftwerk kann alle brennbaren organischen Materialien verwerten. Hierzu gehören die in den Wäldern in großen Mengen verbleibenden Holzreste nach Entnahme von Bäumen, der auf den Bauhöfen über das Jahr abgegebene Grünschnitt, die wiederkehrend im Januar einzusammelnden Weihnachtsbäume sowie alle sonstigen wirtschaftlich nicht verwertbaren Holz- und Pflanzenreste.
Über langjährig vereinbarte Lieferverträge z.B. mit Hessen-Forst oder benachbarten Kommunen lassen sich stabile Einkaufspreise erreichen und die Wirtschaftlichkeit des Kraftwerkes langfristig sichern.
Auch bei diesem Projekt beweist Raunheim abermals seine Innovationskraft und ökologische Verantwortung und steht damit an der Seite des Kreisausschusses und Kreistages des Kreises Groß-Gerau die sich ebenfalls aktiv einsetzen den Anteil der regenerativen, Co2-neutralen Energiegewinnungsmöglichkeiten massiv auszubauen.
Die Raunheimer SPD ist stolz darauf, die Stadt auf weitreichenden Klimaschutz und den Ausstieg aus der Kernenergie bestmöglich vorbereitet zu sehen.
